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Kontrollverlust – und seine segensreichen Folgen

Ralf Gernegroß erlebt sein blaues Versorgungswunder

In meiner Zeit im „Stoffi“ habe ich eine Menge Gnade, Gottvertrauen und Versorgung erleben dürfen. Eine Geschichte, die all dies beinhaltet und für mich persönlich sehr wichtig ist, will ich hier teilen.

Es war Sommer 2006. Das erste Jahr als hauptamtlicher Mitarbeiter im Kidsclub lag hinter mir und ich leitete in Kooperation mit Jugend mit einer Mission ein Teen-Camp in Görlitz. Für die Straßeneinsätze wollte ich von Dresden unseren Kidsclub-Hänger holen, mit dem wir wöchentlich unsere Programme durchführten. Auf der Autobahn zwischen Dresden und Bautzen schaukelte sich der Hänger allerdings auf und ich verlor die Kontrolle. Ich blieb unverletzt, aber das Auto und der Hänger waren wirtschaftlicher Totalschäden. Ich machte mir große Sorgen, was nun kommen würde – für die Arbeit, aber auch für mich persönlich. Was dann in den nächsten Wochen und Monaten geschah, war für mich ein unglaublich faszinierendes Zeugnis von Glaube und Versorgung.​

Als erstes war ich so dankbar, wie entspannt und hilfreich Norbert Binder – der damalige Leiter des Kidsclubs – mit der ganzen Sache umgegangen ist. Er kam zur Unfallstelle gefahren und kümmerte sich um so ziemlich alles, während ich das Sommercamp zu Ende machen konnte. Anschließend war die große Frage: „Wie geht es nun weiter?“ Es beeindruckte mich, wie wir einfach weiter die Programme planten, obwohl wir nicht wussten, wie wir das Material in der darauffolgenden Woche auf die Plätze bringen sollten. Und eine Woche später? Da hatten uns Freunde (die Heilsarmee aus Chemnitz) bis zu den Herbstferien ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt! Ein LKW mit Bühne – was für ein Geschenk!

Als dann die Herbstferien näher kamen, konnte ich die gleiche Herangehensweise feststellen: wir planten und bereiteten uns vor, ohne zu wissen, wo denn ein neues Fahrzeug herkommen sollte. Insgeheim träumten wir von einem LKW mit 6 Sitzen (damit das Team reinpasst) und einem Kastenaufbau, um unsere vielen Materialien zu transportieren.​ Aber sowas gab es nirgends. Selbst wenn uns ein höheres Budget zur Verfügung gestanden hätte. Und doch saß ich bereits in den Herbstferien tatsächlich in unserem „neuen“ LKW mit sieben Sitzen (!!!) und Kastenaufbau. Freunde hatten diesen geschenkt bekommen, aber noch kein Konzept dafür entwickelt. Und so schenkten sie ihn einfach weiter. Was für eine Großzügigkeit! Was für ein Wunder! Was für eine Treue, mit der uns Gott an dieser und so vielen weiteren Stellen versorgt hat!

Ich bin dankbar, dass ich nicht nur dieses großartige Beispiel von Versorgung erleben durfte, sondern auch diese ermutigenden Vorbilder in Hilfsbereitschaft, Gottvertrauen und Großzügigkeit!

Der “Neue” vor seiner Lackierung in kidsclubblau.

 

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