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Ein Tag ohne Stühle

Auszug aus einem unserer Rundbriefe von 1997

Wir wollen die Kids damit zum Nachdenken anregen, denn für sie ist alles so selbstverständlich geworden. Einfach nur nehmen – Essen, Sport, Kreativwerkstatt und trotzdem totale Undankbarkeit. Im Laufe des Nachmittags kommt es dann zur Eskalation – von Beschimpfungen bis hin zu rohen Eiern, die unseren Laden von außen schmücken. Wir schließen und fangen an zu beten (wir sind ca. 15 Leute, inklusive viele unserer Stammgäste).

Noch während wir beten, rufen uns Freunde an und sagen uns , dass sie es toll finden, dass es den Stoffwechsel und diese Arbeit gibt (die Eier fliegen immer noch an die Rollläden). Wir sind alle echt sprachlos. Sabine sagt ihnen nur, was im Moment gerade abgeht. Es war so, als ob Gott persönlich anrief, um uns zu ermutigen. Eine Stunde später kommt eine unbekannte Frau zu Sabine und übergibt eine Spende von 250,-DM mit einem Dankeschön dafür, dass wir hier diese Arbeit tun (Gott ist mit uns! Nach Einbruch mit Schlüsseldiebstahl vom neuen Schließsystem und Einschlagen unseres Busses).

Wir haben es auf dem Herzen, am nächsten Tag ein Festessen für alle zu machen (statt das Stoffi länger zu schließen, Essensstopp einzulegen etc.) Dieses Festessen war vom menschlichen Standpunkt gesehen einfach Dummheit und pädagogisch voll daneben. Es war Gottes Antwort! God is Love!

 

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2 Kommentare

Erik Schiefner

234 days ago

Ohne Stühle ?

Konnte niemand sich hinsetzen ?

Oder ist es wegen der Unruhe so genannt, der Bericht,
Unruhe was da draußen los gewesen war ?

Alexander Türk

234 days ago

Hallo Erik, der erste Satz deutet es an: Wir (bzw. die Mitarbeiter damals) hatten die Stühle bewusst entfernt, um zum Nachdenken über selbstverständlich gewordene Dinge anzuregen. Die heftige Reaktion war trotzdem überraschend.
Viele Grüße!


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