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geöffnete Tür mit Plattenbauten eines Dresdner Stadteils im Hintergrund

Hoffnungsräume entdecken

Liebe Freunde,
Stoffwechsel steht an der Türschwelle. Zehn Jahre sind seit Sabine Balls Tod vergangen und wir haben einen tiefen Prozess hinsichtlich unseres Selbstverständnisses durchlebt – und mehr verstanden, dass an erster Stelle nicht unser Tun, sondern unser Sein als Kinder Gottes steht.

Mehr Leuchtkraft von innen

Bei diesem engeren Zusammenrücken als Gemeinschaft kommen natürlich auch Spannungen zum Vorschein – und das ist herausfordernd. Doch gerade die damit einhergehende Fehlbarkeit des einzelnen kann zu unserer schönsten Stärke werden: Dann, wenn wir uns als Geschwister immer wieder vorm Kreuz begegnen – das uns erlöst und uns wie nichts anderes auf dieser Welt miteinander verbindet. So wird unser befreites Miteinander zur Leuchtkraft, es wird zur Grundlage unserer Motivation und strahlt nach außen. Diese Haltung im inneren Miteinander einzuüben ist unser Ausgangspunkt für allen Dienst nach außen geworden.

Gottvertrauen fürs außen

Einhergehend mit dieser Ausrichtung im Inneren haben wir hinsichtlich unserer Mitarbeiter und Spendeneinnahmen einen leichten zahlenmäßigen Rückgang erlebt. Da stellt sich die Frage, ob das negative Vorzeichen sind. Machen wir etwas falsch?
Unsere Perspektive in dieser Frage richtet sich nicht zuerst nach dem, was wir im äußeren sehen. Wir glauben, dass wir den beschriebenen Prozess nötig hatten, durch ihn zusammengerückt sind, und so gestärkt viel wirksamer nach außen wirken können. Deshalb schauen wir freudig und gespannt in den vor uns liegenden neuen Raum und vertrauen, dass uns Gott als der gute Vater immer führen und versorgen wird.

Neue Räume für Menschen

Was aber liegt hinter der Türschwelle, an der wir gerade stehen? Neben unseren langjährigen Standorten sind wir in den Plattenbaugebieten Gorbitz und Prohlis, in denen die soziale Not heute am größten ist. Kinder und Jugendliche wachsen hier oft ohne stabile Familienverhältnisse auf. Knapp zwei Drittel leben von Hartz IV. Und in den letzten Jahren kamen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund hinzu.
Für diese Stadtteile und Menschen haben wir Hoffnung. Wir wollen „Räume der Hoffnung“ entdecken und gestalten, geprägt von einer Kultur der Liebe Gottes – in der Menschen das Gefühl von Familie erleben. Dazu sind wir in ihrem direkten Wohnumfeld und den Schulen vor Ort und bauen Beziehungen. Mitarbeiter leben im Stadtteil und haben so ganz natürliche Berührungspunkte wie im Supermarkt oder auf den Spielplätzen. Dadurch werden wir zu Vorbildern mitten in ihrem Alltag und können Gutes weitergeben.
Nachdem wir dankenswerterweise schon viele Jahre Räume von Freunden und Gemeinden mitnutzen dürfen, spüren wir, dass eigene Räume in diesen Stadtteilen nun der nächste Schritt sind, um noch präsenter in Gorbitz und Prohlis zu werden. Und wir suchen weitere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, die sich dorthin berufen fühlen.
Unser innerer Prozess hat auch zu einer Weiterentwicklung in der Leitung geführt. Dafür sind wir als Vorstand – Ralf Knauthe & Matthias Klotz – sehr dankbar. Wir freuen uns, euch im nächsten Rundbrief ausführlicher davon zu berichten. Vor uns liegt ein weiter Raum. Wir wollen ihn entdecken.

Herzliche Grüße von der Stoffwechsel-Family,

 

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