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Familienzentrum Pieschen 25 Jahre Feier 2018

Räume, die mitwachsen

Stadtteilarbeit Dresden-Pieschen

Räume haben Prägekraft! Es macht einen gewaltigen Unterschied, samstags für zwei Stunden mit Kindern in einer Sporthalle zu sein oder in eigenen Räumen wochentags regelmäßig in ihr Leben sprechen zu können. – Johannes Oßwald nimmt uns mit in die Geschichte unseres Familienzentrums in Pieschen.

Schon der Beginn war ein Wunder: Nach fünf Jahren ehrenamtlichem Kidsclub-Kreativprogramm konnte Stoffwechsel mit Spenden von vielen Unterstützern den Dreiseithof einer alten Tischlerei erwerben. Die letzten 10.000 Euro kamen dabei „spätestens pünktlich“ drei Tage vor Fristablauf des Vorkaufsrechts durch den ehemaligen Bundespräsidenten von Weizsäcker.

Mit vielen Helfern bauten wir über fünfzehn Jahre lang – und mussten nie Kredite aufnehmen. Und wenn es oft nicht so schnell ging, wie wir es wollten, lernten wir Gottvertrauen. Die Räume sind dabei passend zur inhaltlichen Arbeit mitgewachsen. Das Kreativhaus mit Holzwerkstatt stand praktischerweise als erstes und diente als Basis für den Ausbau der anderen Gebäude: Kidstreff, Preteen-Keller, Großküche, Räume für die Elternarbeit. Und natürlich: Büro, Mitarbeiterwohnung, Praktikanten-WG und Gebetsraum.

Und noch etwas wuchs: Wir erlebten, wie Kinder, die wir mal auf dem Spielplatz kennengelernt haben, über diesen langen Zeitraum durch all die Räume gingen und groß wurden. Manche lernten Gott kennen und einige von ihnen machen heute eine soziale Ausbildung, um sich nun selbst in die nächste Generation zu investieren. Das ist total bewegend zu sehen!

Wir träumen davon, dass sich unsere Räume auch in Zukunft weiterentwickeln – und fragen Gott, was er mit ihnen im Stadtteil vorhat. Derzeit sanieren wir die Rückwand des Familienzentrums und danach kann es mit dem Aufbau unseres Abenteuerbauspielplatzes weitergehen. Dort wird es für die Kinder einen Budenbau-Bereich geben – zum Kreativsein, Ausprobieren, Fehler machen. Ein schönes Bild: Wir bieten den Kindern ein sicheres Fundament, auf dem sie aufbauen und ihre Erfahrungen machen können – mit dem, was in ihnen steckt und mit einem liebevollen Gott, der an sie glaubt.

 

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