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Stoffwechsel Collage zum Newsletter Leitthema: Vielfalt in Einheit

Vielfalt in Einheit

Ein Leitwort – von Matthias Klotz

Drei Tierarten, zehn Pflanzen und ein einziger Mensch auf Erden – wäre das nicht einfacher gewesen? Einfacher und reibungsloser als die unendlich vielen Kombinationen von Charakter, Erfahrungen und Wesenszügen der Menschen (ganz zu schweigen von dem unergründlichen Universum)?

Gott hat sich entschieden, Gemeinschaft haben zu wollen und uns nach seinem Bilde geschaffen. Und zwar in geradewegs verschwenderischer Vielfalt, als habe er sich selbst aufgegliedert und in jeden Menschen einen Teil von sich hineingelegt. So ist jeder Mensch wie ein Puzzleteil, ein Detail der Schönheit und Herrlichkeit Gottes.

Aber ist das unsere Vorstellung und Erfahrung von Vielfalt? Vielfalt bedeutet ja auch Unterschiedlichkeit, bedeutet, einander manchmal nicht verstehen zu können. Wir erleben Spannungen in Beziehungen, sind angestrengt, vielleicht genervt. Schlimmstenfalls kommt es sogar zu Hass und Ablehnung von dem Fremden. Wir stehen in der Gefahr, unsere Unterschiedlichkeit nicht als Chance, sondern als Bedrohung zu sehen.

Was also kann uns verbinden – über alle Unterschiede hinweg?

„Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.“ (Kolosser 3,14)

So beschreibt die Bibel den Weg der Einheit – den Weg der Liebe, die sich in Jesus zum Ausdruck gebracht hat. Jesus ist das Band, das uns Menschen zu einer Familie eint. In der Ausrichtung auf ihn finden wir wie einzelne Puzzleteile in unsere Bestimmung: Wir verbinden uns miteinander und ergeben zusammen ein faszinierendes Bild der Schönheit Gottes.

Und ja, dabei stößt ein Puzzleteil an das andere an, fühlt sich vielleicht eingeengt und wird sich seiner Grenzen bewusst. In der Gemeinschaft müssen manche spitzen Kanten weicher werden. Doch durch die Liebe erwächst eine Geborgenheit, in der sich der Einzelne nicht übersehen zu fühlen braucht.
Ausgerichtet auf Jesus und eingebunden in Gemeinschaft wird ein Mensch frei, die Welt mit seiner Einzigartigkeit zu beschenken.

Aber Einheit ist auch umkämpft. Das erleben wir im Großen wie im Kleinen.
In diesem Rundbrief berichten wir, wie wir Vielfalt und Einheit schätzen gelernt haben – in der Entwicklung als Stoffwechsel-Family, innerhalb der Leitung und nicht zuletzt in all den Beziehungen in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien.

Herzliche Grüße und eine gesegnete Adventszeit wünscht euch eure Stoffwechsel-Family

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