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Julia Mann

Am liebsten in die Platte

Julia Mann hat Soziale Arbeit studiert und liebt es, mit Menschen kreativ zu werden, z.B. mit HipHop an der Schule. Dass sie im Stoffwechsel gelandet ist, hat (Familien-)Geschichte. Sie erzählt:

Bei mir Soziale Arbeit, bei meinem Mann Lukas Theologie: Vor einem Jahr ging unser Studium an der Internationalen Hochschule Bad Liebenzell zu Ende. Ich sollte einen Text verfassen, wie es dann mit uns weitergeht. Ich schrieb:

„Da mein Vater beim Stoffwechsel e.V. gearbeitet hat, habe ich eine besondere Liebe für Menschen, die man auch ‘Außenseiter der Gesellschaft’ nennen würde, entwickelt. Diese Liebe ist immer da und treibt mich an, dorthin zu gehen, wo die Not am größten ist, und Hoffnung hineinzubringen. Seit Jahren habe ich davon geträumt, direkt zu den Menschen zu ziehen, zu denen andere nicht so gern hingehen – nämlich: am liebsten in die Platte!”

Außerdem gibt es einen Vers, der mich auf unserem Weg unglaublich ermutigt: „Gott hat alles, was wir tun sollen, vorbereitet; an uns ist es nun, das Vorbereitete auszuführen.“ (die Bibel, Epheser 2,10) Darauf will ich vertrauen: Gott hat etwas für unseren Lebensweg vorbereitet, wir gehen jetzt Schritt für Schritt darauf zu und schauen, welches Abenteuer Gott für uns bereithält.“

Nun ist ein Jahr vergangen. Und ich bin glücklich: Ich lebe diesen Traum! Lukas und ich wohnen in der Platte. Mitten in Prohlis, dem Dresdener Viertel mit dem schlechtesten Ruf und großen sozialen Nöten. Ich bin dabei, meine Arbeit zu „entdecken“: Manche Projekte schienen schon vorbereitet und ich bin einfach aufgesprungen – so der Mädelstreff. Andere entstehen neu – etwa in der Schule, wo meine Leidenschaft für HipHop-Tanz die Teenies mit Freude ansteckt. Und das ist erst der Anfang. Ich bin sicher, dass noch vieles vorbereitet ist und auf mich wartet. Ich freue mich darauf!

Julia Mann

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