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Esther Voget

Mein ein und alles – bis…

Esther Voget hat Psychologie studiert und ist seit 2018 ehrenamtlich im Pony-Projekt. Seit Mai arbeitet sie hauptberuflich mit. Die Geschichte dahinter erzählt sie hier.

Seit ich denken kann, faszinieren mich Pferde. Mit 20 Jahren erfüllte ich mir meinen größten Kindheitstraum und kaufte mein Pflegepony “Speedy“. Ab da war Speedy mein ein und alles – bis einige Jahre später Jesus mein Leben auf den Kopf stellte.

In meiner Jugend probierte ich mich aus, suchte meine Erfüllung auf Partys, in anderen Leuten und deren Anerkennung, ich bereiste die Welt und war ständig auf der Suche nach einem neuen Kick. Vieles lief gut und immer genauso wie ich wollte, doch nach einiger Zeit spürte ich eine tiefe innere Leere. Obwohl ich doch alles hatte, was ich mir wünschte.

Ich erinnerte mich daran zurück, wie ich im Alter von 12 Jahren mein Leben Jesus gegeben hatte. Damals war ich komplett erfüllt von Gottes Liebe und glücklich, ganz unabhängig meiner Umstände. Das wünschte ich mir wieder. Aber ich dachte, dass Gott mich – so wie ich jetzt war – sicherlich nicht mehr wollte. Doch es war, als würde er sagen: “Komm genauso wie du bist. Ich liebe dich mit all deinen Fehlern. Ich mache alles neu.” Das hat mich total berührt.

Ich entschied mich, Jesus voll und ganz nachzufolgen und wollte diese Erfahrung seiner Liebe an andere weitergeben. Um dafür mehr Zeit und Geld zu haben, fasste ich den Entschluss, Speedy zu verkaufen. So bin ich auf das Pony-Projekt von Stoffwechsel gestoßen. Doch als ich mehr von dieser Arbeit hörte, war ich so tief bewegt, dass ich nicht nur Speedy, sondern auch mich selbst dafür zur Verfügung stellen wollte.

Erst bin ich ehrenamtlich eingestiegen. Und ich erlebte, dass die Ponys die Herzen der Kids in einer Art und Weise berühren, wie es für uns Menschen oft nicht möglich wäre. Gerade für Kinder und Jugendliche, die Verletzungen durch andere Menschen durchlebt haben, können die Ponys eine große Unterstützung sein, diese Wunden heilen zu lassen. Wie wichtig das ist, wurde mir in meinem vorherigen Job als Psychologin in einer Maßnahme mit langzeitarbeitslosen Menschen bewusst und in mir wuchs der Herzenswunsch, mich vollzeitlich im Stoffwechsel Prohlis zu investieren – für eine bessere Zukunft der Kids!

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